Riboflavin

Riboflavin

Riboflavin ist wasserlösliches Vitamin und gehört zu der Gruppe der B-Vitamine. Es ist eine Vorstufe der Flavin-Coenzyme FAD und FMN und agiert in dieser Form als Elektronenüberträger in zahlreichen Stoffwechselprozessen, z.B. der Atmungskette und dem Nukleotidstoffwechsel. Riboflavin wird zudem als der gelber Lebensmittelfarbstoff E101 verwendet.

Synonyme:

  • Vitamin B2
  • Lactoflavin

Vorkommen:

Riboflavin kommt vorwiegend in tierischen Produkten vor. Hohe Konzentrationen davon befinden sich in folgenden Nahrungsmitteln:

  • Leber
  • Milch
  • Hefe
  • Weizenkeime

Biosynthese:

Riboflavin liegt meistens in Form von Flavoproteinen, auch Flavonenzyme genannt, vor. Über die Nahrung werden hauptsächlich Flavoproteine aufgenommen, welche im Dünndarm zu Riboflavin gespalten werden. Bei niedrigeren Konzentrationen wird es natriumabhängig in die Darmzellen aufgenommen, bei höheren durch erleichterte Diffusion, dort wird Riboflavin in Flavin-Adenin-Dinukleotid (FAD) und Riboflavin-5-phosphat (FNM) umgewandelt.

Funktion:

Riboflavin ist ein Coenzym, welches sowohl an Oxidations- wie auch Reduktionsreaktionen im Körper beteiligt ist. Von größter Bedeutung sind hierbei FAD und FNM, diese sind unter anderem Teil des oxidativen Metabolismus. Ein anderes Redoxsystem ist die, von Riboflavin abhängige, Glutathionreduktase, die eine protektive Funktion bei oxidativem Stress ausführt. In diesem Zuge schützt es die Strukturproteine der Zellmembran, das Hämoglobin in Erythrozyten und stabilisiert gelöste Proteine in der Augenlinse um eine Trübung zu vermeiden.

Mangelerscheinungen:

Ältere Personen gehören zur Risikogruppe für Riboflavinmangel, er kann jedoch auch bei jüngeren Menschen durch Mangel- oder Fehlernährung und Resorptionsstörungen auftreten. Symptome können beinhalten:

  • Keratitis mit starkem Tränenfluss
  • Vaskularisierung der Kornea
  • Dermatitis
  • Schleimhautentzündung im Mund
  • Schmerzhafte Neuropathie
  • Pellagra (Vitamin-B-Mangel)
  • Stomatitis